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EMDR - Therapie Stuttgart, Trauma, Ängste

EDMR - eine wirksame Therapiemethode


Was ist denn EMDR?
EMDR ist eine Therapieform für psychische Traumen, kann aber auch bei
anderen Störungen und Belastungen eingesetzt werden.
Sie wurde 1989 von Frau Francine Shapiro, einer amerikanischen
Wissenschaftlerin, entwickelt.
In vielen klinischen Studien zeigte sich bereits seit 2006 die hervorragende
Besserung der Symptome. Es handelt sich um eine Bearbeitung der belastenden
Situationen mit den Mitteln der Verhaltenstherapie in Kombination mit einer
Weiterverarbeitung auf neuronaler Ebene. Diese Weiterverarbeitung wird durch
bilaterale Stimulation ausgelöst.

Wann hilft EMDR?
EMDR hilft am direktesten, wenn Menschen an den Folgen eines schrecklichen
Erlebnisses leiden. Zum Beispiel Menschen, die Zeuge eines schlimmen
Zug-Unfalls waren und seitdem nicht mehr mit dem Zug fahren können oder
unter heftigsten Erinnerungsbildern dieses Erlebnisses leiden. Diese Methode
ermöglicht es in vielen Fällen, dass Betroffene bereits nach wenigen
Sitzungen eine deutliche Besserung ihrer Symptome erleben. Auch bei den
Folgen anderen Traumen wie Naturkatastrophen, Gewaltverbrechen,
Vergewaltigung wird EMDR erfolgreich eingesetzt . Aber auch bei Phobien und
Ängsten, Psychosomatischen Störungen, verzögerter Trauerreaktion,
unverarbeiteten Verlusten, hat sich EMDR inzwischen als wirkungsvolles
Verfahren gezeigt, mit oft überraschenden Erfolgen.

Was passiert bei der Behandlung?
Während sich die betroffene Person wieder an die belastende Situation
erinnert, wird mit Hilfe der Therapeutin eine bilaterale Stimulation
durchgeführt. Diese findet durch geführte Augenbewegungen, akustische oder
taktile Stimulation statt. Häufig sind mit dem Erlebnis negative
Selbsteinschätzungen verknüpft. So z. B. „Ich kann nichts. “ oder „Ich bin
hilflos. “ Während der bilateralen Stimulation verändern sich die Emotionen,
das Körperempfinden und auch die Bewertung der eigenen Person messbar. Die
häufig anzutreffende Sprachlosigkeit oder der teilweise Erinnerungsverlust
wird aufgelöst. Während der Behandlung wird das Sprechen über die Erlebnisse
ermöglicht, Kleinigkeiten werden wieder erinnert und eine Aufarbeitung
beginnt.

Wie lange dauert die Behandlung mit EMDR?
EMDR geht immer eine sorgfältige Anamnese voraus, und steht immer im
Zusammenhang mit einer Psychotherapie. In manchen Situationen führen jedoch
bereits vier bis fünf Sitzungen zu einer Verbesserung der emotionalen
Situation. Jede Therapiesitzung dauert zwischen 90 und 120 Minuten.

Hilft EMDR wirklich?
Die Wirksamkeit der EMDR-Behandlung ist inzwischen in über 20 kontrollierten
Studien untersucht und, auch hinsichtlich der Ergebnisse des
Langzeitverlaufes, überzeugend nachgewiesen (Van Etten und Taylor 1998). Die
ISTSS (International Society for Traumatic Stress Studies) empfiehlt in
ihren Behandlungsleitlinien die EMDR-Behandlung neben
verhaltenstherapeutischen Expositionsverfahren als Therapieverfahren der
Wahl bei posttraumatischer Belastungsstörung. Seit Januar 2010 wird mit
einer Laufzeit von insgesamt 3 Jahren, gemeinsam mit der Abteilung
Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Gießen (Prof. Kruse) eine
weitere Langzeitstudie durchgeführt.